Connemann kritisiert EU-Entgelttransparenzrichtlinie

8. Juni 2026

Politik - aktuelle Fakten und Einordnung

Wirtschaftliche Bedenken zur EU-Entgelttransparenz in Berlin

() – Die Bundesvorsitzende der Mittelstandsunion, Gitta Connemann, hat die EU-Entgelttransparenzrichtlinie scharf kritisiert.

Connemann wandte sich insbesondere gegen die Auswirkungen auf kleine und mittlere Unternehmen. Zwar müssten Betriebe ab 100 Beschäftigten regelmäßig Berichte vorlegen, doch auch kleinere Unternehmen seien betroffen. „Jeder Betrieb darunter muss sich individuellen Auskunftsansprüchen stellen und eine Vergleichbarkeit in der Vergütung herstellen.“ Für einen Bäcker mit acht Beschäftigten bedeute das einen erheblichen Aufwand, weil neben dem Lohn auch Zusatzleistungen wie Jobrad, Fahrkostenzuschüsse oder Prämien berücksichtigt werden müssten. „Das ist ein irrsinniger Bürokratieaufwand.“

Die CDU-Politikerin stellte den Nutzen der Richtlinie grundsätzlich infrage. „Wir werden eine Richtlinie haben, die keinen Mehrwert hat, die an den Themen selbst nichts ändert, nur mehr an Bürokratie und Kontrollen.“ Mit Verweis auf den Draghi-Bericht zur europäischen Wettbewerbsfähigkeit sagte Connemann: „Wir müssen die Weichen neu stellen auf Wachstum und Wertschöpfung.“ Die Entgelttransparenzrichtlinie gehöre zu jener „Überregulierung“, die Europa dabei im Weg stehe.

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Bildhinweis: Frau mit Laptop (Archiv)

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Welche neuen Fakten, Entscheidungen oder Änderungen nennt der Artikel?

  • Gitta Connemann kritisiert die EU-Entgelttransparenzrichtlinie als überreguliert.
  • Kleine und mittlere Unternehmen sind von neuen Berichtspflichten betroffen, auch wenn sie unter 100 Beschäftigten haben.
  • Die Richtlinie wird als Bürokratieaufwand ohne Mehrwert eingeschätzt.

Wen betrifft es und wie stark (Zielgruppen, Regionen, Zahlen, Fristen)?

  • betrifft kleine und mittlere Unternehmen (KMU)
  • alle Unternehmen ab 100 Beschäftigten müssen regelmäßig Berichte vorlegen
  • erheblicher Bürokratieaufwand für Betriebe mit weniger als 100 Beschäftigten

Welche Gründe, Ursachen, Hintergründe oder Auslöser werden genannt?

  • Kritik an der EU-Entgelttransparenzrichtlinie als Überregulierung
  • Angst vor erhöhtem bürokratischen Aufwand für kleine und mittlere Unternehmen
  • Infragestellung des Nutzens und Mehrwerts der Richtlinie für die Betriebe

Was machen die Politik bzw. die Behörden jetzt konkret?

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