BSW unterstützt Forderung nach Wiederbelebungsunterricht ab der ersten Klasse
Brandenburg - Regional - aktuelle Fakten und Einordnung
Bildungspolitik in Brandenburg: Wiederbelebungsunterricht gefordert
Potsdam () – Die BSW-Fraktion im Brandenburger Landtag hat die Forderung des Landeselternrates nach einer verbindlichen Einführung von Wiederbelebungsunterricht in den Schulen unterstützt. Das teilte der bildungspolitische Sprecher Falk Peschel am Freitag in Potsdam mit.
Der Landeselternrat hatte zuvor gefordert, dass Laienreanimation flächendeckend und verbindlich in den Schulalltag integriert wird.
Konkret verlangt das Gremium mindestens vier Unterrichtsstunden Wiederbelebung pro Schuljahr ab der ersten Klasse, eine Verankerung im Rahmenlehrplan sowie die Bereitstellung von Trainingsmaterialien. Peschel bezeichnete es als bildungspolitisches Armutszeugnis, dass die Landesregierung erst an eine zwölf Jahre alte Empfehlung der Kultusministerkonferenz erinnert werden müsse.
„Leben retten darf kein Spezialwissen sein, sondern muss von klein auf gelernt werden. Vier Unterrichtsstunden pro Jahr sollten möglich sein und können im Ernstfall Menschenleben retten“, sagte Peschel.
Das Ministerium müsse den Rahmenlehrplan unverzüglich anpassen, Lehrkräfte qualifizieren und die Schulen mit Trainingsmaterial ausstatten.
In Deutschland erleiden jährlich rund 60.000 bis 70.000 Menschen einen Herz-Kreislauf-Stillstand außerhalb von Krankenhäusern, 65 Prozent davon im häuslichen Umfeld.
| Text-/Bildquelle: | Übermittelt durch www.dts-nachrichtenagentur.de |
| Bildhinweis: | Falk Peschel (Archiv) |
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