Landesgesundheitsminister kritisiert Pflegereform-Pläne
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Politik: Kritik an Pflegereform im Saarland
Saarbrücken () – Saarlands Gesundheitsminister Magnus Jung (SPD) hat die Pläne von Bundesgesundheitsministerin Nina Warken (CDU) für eine Pflegereform scharf kritisiert. Jung sagte am Donnerstag, die Vorschläge bedeuteten vor allem zusätzliche Belastungen für Versicherte, Pflegebedürftige und pflegende Angehörige.
Wer die Zuschüsse zu den Eigenanteilen abbremsen und zugleich den Zugang zu Leistungen erschweren wolle, verschiebe die Finanzprobleme der Pflegeversicherung auf die ohnehin besonders belasteten Menschen.
Aus saarländischer Sicht sei das nicht der richtige Weg.
Der Minister erklärte, er vermisse in den Vorschlägen aus Berlin unter anderem die Übernahme versicherungsfremder Leistungen durch den Bund und einen Belastungsausgleich zwischen gesetzlicher und privater Pflegeversicherung. Im Sinne der Generationengerechtigkeit plädierte der SPD-Politiker für eine Verknüpfung der Pflegereform mit einer Reform der Erbschaftssteuer.
Die Warken-Vorschläge führten dagegen mittelbar zu milliardenschweren Mehrbelastungen für die Kommunen.
Grundsätzlich müsse die Pflegeversicherung so ausgestaltet sein, dass Menschen mit einer vollen Erwerbsbiografie durch Pflegebedürftigkeit nicht in die Sozialhilfe abrutschten, so Jung. Dafür sei die Einführung eines bundesweiten Pflegedeckels der richtige Ansatz.
| Text-/Bildquelle: | Übermittelt durch www.dts-nachrichtenagentur.de |
| Bildhinweis: | Magnus Jung (Archiv) |
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