Boeing-Chef sieht Konzern auf Erholungskurs
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Wirtschaft: Boeing strebt Produktionssteigerung an
Seattle () – Der Chef des Flugzeugherstellers Boeing, Kelly Ortberg, sieht den Luftfahrtkonzern nach schweren Jahren auf Erholungskurs. „Ich denke, wir kriegen die Kurve“, sagte Ortberg der „Frankfurter Allgemeinen Zeitung“ (Freitagsausgabe). 2025 sei ein gutes Jahr bei den Neuaufträgen gewesen. „Der Schlüssel für eine gute finanzielle Entwicklung ist aber, dass wir wieder zu höheren Produktionsraten kommen.“
Dabei gehe es aber nicht darum, schnell mit Auslieferungen am europäischen Rivalen Airbus vorbeizuziehen. „Ich sehe das Überholen von Airbus im Moment nicht als unser eigentliches Ziel an. Wichtiger ist, dass wir uns auf unsere eigene Leistung konzentrieren“, sagte Ortberg der FAZ. Die gedeckelte 737-Max-Fertigung solle nicht bloß von 42 auf 47, sondern auf 52 Flugzeuge je Monat erhöht werden. Das werde „vielleicht zum Jahresende“ erreicht. Der exakte Zeitpunkt sei nicht entscheidend. „Essenziell sind die Stabilität der Fertigung und eine hohe Qualität beim Bau der Flugzeuge“, sagte Ortberg. Boeing war unter seinen Vorgängern durch diverse Qualitätsprobleme in Bedrängnis geraten.
Ortberg bekräftigte, nicht nur für weitere 737-Max-Varianten, sondern auch für eine neue Version des Langstreckenflugzeugs 777X, mit dem die Deutsche Lufthansa als Erstkunde nach langer Verzögerung für 2027 plant, eine zügige Zertifizierung anzustreben. Die Zulassung werde erst nach der 737 Max 7 erfolgen. „Aber wir erwarten sie noch bis zum Ende dieses Jahres, was dann Auslieferungen im nächsten Jahr ermöglicht“, sagte Ortberg.
Von einem komplett neu entwickelten Passagierflugzeug sei Boeing indes „noch ein paar Jahre entfernt“. Boeing stehe finanziell noch nicht so da, um ein neues Flugzeugprogramm stemmen zu können. Zudem sei der Markt noch nicht bereit für ein neues Flugzeug, Airlines fragten die bestehenden Typen stark nach. Boeing habe 6.200 Bestellungen abzuarbeiten. „Wir sind bis zum Ende des Jahrzehnts ausverkauft“, so Ortberg. Zudem müsse neue Technologie noch reifen, um Anreize für Bestellungen zu schaffen. „Airlines wollen noch nicht zu einer neuen Technologie springen“, sagte er.
| Text-/Bildquelle: | Übermittelt durch www.dts-nachrichtenagentur.de |
| Bildhinweis: | Fahrwerk einer Boeing 747-400 (Archiv) |
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Welche neuen Fakten, Entscheidungen oder Änderungen nennt der Artikel?
- Boeing plant, die Fertigung der 737-Max von 42 auf 52 Flugzeuge pro Monat zu erhöhen, möglicherweise zum Jahresende.
- Eine zügige Zertifizierung der neuen 777X-Version wird angestrebt, voraussichtlich nach der 737 Max 7.
- Boeing sieht sich finanziell nicht in der Lage, ein komplett neues Passagierflugzeug zu entwickeln, da der Markt noch nicht bereit dafür ist.
Wen betrifft es und wie stark (Zielgruppen, Regionen, Zahlen, Fristen)?
- Flugzeughersteller Boeing
- Zielgruppe: Airlines, insbesondere Deutsche Lufthansa
- Zeitraum: Fertigungserhöhung auf 52 Flugzeuge bis Ende 2023, Auslieferungen 2024, komplette Auslieferung bis Ende des Jahrzehnts, 2027 für 777X
Welche Gründe, Ursachen, Hintergründe oder Auslöser werden genannt?
- Boeing sieht sich nach schwierigen Jahren auf einem Erholungskurs.
- Konzentration auf eigene Leistungsfähigkeit statt Wettbewerb mit Airbus.
- Produktionssteigerung der 737 Max soll erfolgen, um Qualität und Stabilität zu gewährleisten.
Was machen die Politik bzw. die Behörden jetzt konkret?
- Konzentration auf höhere Produktionsraten, insbesondere bei der 737-Max-Serie.
- Zügige Zertifizierung für die 737 Max 7 und die neue 777X-Version.
- Stabilität in der Fertigung und hohe Qualität beim Bau der Flugzeuge sicherstellen.
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