Wirtschaftsweiser warnt vor hohen Pflegekosten für Kinder

4. Juni 2026

Politik - aktuelle Fakten und Einordnung

Wirtschaftspolitik: Pflegeversicherung und Elternunterhalt in Berlin

() – Der Wirtschaftsweise Martin Werding warnt vor dem Vorschlag von Unionsfraktionsvize Albert Stegemann, erwachsene Kinder früher für die Pflege der Eltern zur Kasse zu bitten. Bei der Hilfe zur Pflege sei zu beachten, dass erwachsene Kinder häufig schon einen nennenswerten Teil der Pflege ihrer Eltern übernähmen und dadurch die Pflegeversicherung entlasteten, sagte Werding der „Rheinischen Post“.

Er fürchtet auch, dass Senioren dann wieder den Weg zum Sozialamt scheuen: „Bei Sozialleistungen an Ältere hat man den Rückgriff der Sozialämter auf erwachsene, unterhaltspflichtige Kinder in den letzten Jahren bewusst auf eine eher symbolische Haftung begrenzt. Bei der Grundsicherung im Alter dürfte dies dazu beigetragen haben, verdeckte Armut zu begrenzen.“

Stattdessen fordert Werding, den Zuschlag für Kinderlose in der Pflegeversicherung anzuheben. „Man sollte darüber nachdenken, ob die auf Verlangen des Verfassungsgerichts eingeführten Regeln zu einer stärkeren Inanspruchnahme Kinderloser und Kinderarmer für die Finanzierung ihrer Pflege im Kontext der aktuell anstehenden Reformen nicht ausgebaut werden sollten“, so der Bochumer Ökonom.

Bundesgesundheitsministerin Nina Warken (CDU) erwägt, den Zuschlag für Kinderlose in der Pflege von 0,6 auf 0,7 Prozent zu erhöhen.

Siehe auch:  Wirtschaftsministerium klar gegen staatliche Gas-Reserve
Text-/Bildquelle: Übermittelt durch www.dts-nachrichtenagentur.de
Bildhinweis: Martin Werding (Archiv)

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Welche neuen Fakten, Entscheidungen oder Änderungen nennt der Artikel?

  • Martin Werding warnt vor erweiterten finanziellen Belastungen für erwachsene Kinder bei der Pflege ihrer Eltern.
  • Werding plädiert für eine Erhöhung des Zuschlags für kinderlose Personen in der Pflegeversicherung.
  • Bundesgesundheitsministerin Nina Warken erwägt eine Erhöhung des Zuschlags für Kinderlose von 0,6 auf 0,7 Prozent.

Wen betrifft es und wie stark (Zielgruppen, Regionen, Zahlen, Fristen)?

  • Senioren
  • Erwachsene Kinder
  • Pflegeversicherung
  • Zuschlag für Kinderlose (aktueller Satz: 0,6% soll auf 0,7% erhöht werden)

Welche Gründe, Ursachen, Hintergründe oder Auslöser werden genannt?

  • Warnung vor wirtschaftlichen Belastungen für erwachsene Kinder durch Pflegekosten
  • Sorge um negative Auswirkungen auf Sozialhilfen für Senioren
  • Vorschlag zur Erhöhung des Zuschlags für Kinderlose in der Pflegeversicherung zur Entlastung der Pflegeversicherung

Was machen die Politik bzw. die Behörden jetzt konkret?

  • Bundesgesundheitsministerin Nina Warken erwägt Erhöhung des Zuschlags für Kinderlose in der Pflege von 0,6 auf 0,7 Prozent
  • Es wird darüber nachgedacht, Regeln zur Inanspruchnahme Kinderloser für die Pflegefinanzierung auszubauen
  • Warnung vor den Auswirkungen einer stärkeren Belastung erwachsener Kinder bei der Pflege ihrer Eltern
Deutsche Textservice Nachrichtenagentur GmbH
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