CSU-Vize Weber fordert Social-Media-Verbot für Jugendliche

31. Mai 2026

Politik - aktuelle Fakten und Einordnung

Gesellschaftliche Diskussion über Social-Media-Zugänge in Berlin

() – Der Vorsitzende der Europäischen Volkspartei, Manfred Weber (CSU), fordert ein Zugangsverbot zu Social-Media-Inhalten für Kinder und Jugendliche. Weber sagte den Zeitungen der Funke-Mediengruppe: „Vieles in der heutigen Social-Media-Welt ist nicht geeignet für unsere Jugend.“ Er unterstützte ausdrücklich die Forderung nach einem Zugangsverbot – „insbesondere zu sexualisierten und gewaltverherrlichenden Inhalten“.

Der stellvertretende CSU-Vorsitzende geht damit auf Distanz zur Linie seines Parteichefs Markus Söder sowie von Innenminister Alexander Dobrindt. Beide hatten sich zuletzt skeptisch zu möglichen Einschränkungen geäußert. Die Berliner Koalitionspartner CDU und SPD hingegen sind ausdrücklich dafür, das Gleiche gilt für mehrere Länder-Ministerpräsidenten. Auf EU-Ebene will Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen (CDU) in diesem Sommer einen Gesetzesvorschlag zum Thema vorlegen.

Weber sagte weiter: „Es ist doch irre, wenn ein Zwölfjähriger bestimmte Kinofilme nicht sehen darf – sich dann aber im Internet einfach noch schlimmere Sachen anschauen kann.“ Es gehe darum, die Regeln der realen Welt auf die digitale zu übertragen. Überdies brauche es bei Social Media generell die Transparenz des Algorithmus, ergänzte Weber. „Wenn der Algorithmus darüber entscheidet, wie Menschen Politik überhaupt noch wahrnehmen, dann ist das keine Business-Frage, sondern eine fundamentale Frage unserer Demokratie.“

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Der CSU-Politiker ergänzte: „Niemand wird bestreiten, dass AfD-Inhalte auf der Plattform X überproportional sichtbar sind. Elon Musk war sogar zum AfD-Parteitag zugeschaltet.“ Er rede noch gar nicht von Regulierung, sagte Weber. „Zunächst geht es um Transparenz, damit wir wissen, welche Kriterien über die Denkweise und Wahrnehmung der Bürger in unserer Gesellschaft entscheiden.“

Text-/Bildquelle: Übermittelt durch www.dts-nachrichtenagentur.de
Bildhinweis: Junge Leute mit Smartphones (Archiv)

Vier Bürgerfragen. Klare Antworten.

Welche neuen Fakten, Entscheidungen oder Änderungen nennt der Artikel?

  • Manfred Weber (CSU) fordert ein Zugangsverbot zu Social-Media-Inhalten für Kinder und Jugendliche, insbesondere zu sexualisierten und gewaltverherrlichenden Inhalten.
  • CSU-Vorsitzender Weber distanziert sich von Markus Söder und Alexander Dobrindt, die skeptisch gegenüber Einschränkungen sind.
  • EU-Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen plant, einen Gesetzesvorschlag zum Thema in diesem Sommer vorzulegen.

Wen betrifft es und wie stark (Zielgruppen, Regionen, Zahlen, Fristen)?

  • Kinder und Jugendliche betroffen
  • Zugang zu sexualisierten und gewaltverherrlichenden Inhalten eingeschränkt
  • EU-Gesetzesvorschlag von Ursula von der Leyen in diesem Sommer

Welche Gründe, Ursachen, Hintergründe oder Auslöser werden genannt?

  • Angemessenheit von Social-Media-Inhalten für Kinder und Jugendliche
  • Unterschiedliche Ansichten innerhalb der CSU und mit Koalitionspartnern
  • Notwendigkeit von Transparenz bei Social-Media-Algorithmen hinsichtlich politischer Wahrnehmung

Was machen die Politik bzw. die Behörden jetzt konkret?

  • Einführung eines Zugangsverbots zu Social-Media-Inhalten für Kinder und Jugendliche
  • Präsentation eines Gesetzesvorschlags auf EU-Ebene durch Ursula von der Leyen
  • Forderung nach mehr Transparenz der Algorithmen in Social Media
Deutsche Textservice Nachrichtenagentur GmbH
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